Globalfoam L39

AeroFoam L-39 Albatros G2 'CAMO TIGER"    

L39.pngDer Semi-Scale Jet von AeroFoam ist ein Hartschaum-Jet speziell für den Turbinenbetrieb ausgelegt. Aufgrund des leichten Gewichts sind die Flugeigenschaften genial. Ob langsame Landungen bis hinzu schnellen Passagen sind mit diesem Flieger in Kombination mit einer kleinen 6kg Schub Turbine kein Problem.

Der L-39 Albatros war im Originalen ein bewährter Jet für das militärische Flugtraining und für Close-Combat-Support. Heute ist der Flieger ein absoluter Favorit für sämtliche Flugshows! Die L39 trumpft sowohl bei den Langsam-Flugeigenschaften als auch beim flotten Kunstflug. Aufgrund der gutmütigen Flugeigenschaften ist der Flieger optimal für Jet-Anfänger geeignet, der Umstieg von kleinen EDF-Jets zu Turbinen-Jets ist nur noch ein Katzensprung. Obwohl man gutmütige Flugeigenschaften wie ein Trainer erhält, muss man auf Scale-Accessoires wie funktionsfähige Fahrwerksklappen oder zusätzliche Speedbrakes auf dem Rumpfunterseite nicht verzichten.

image007.jpg

image008.jpgDas Modell selbst kommt als ARF-Bausatz bei dem "fast" alles schon fertig installiert ist. Selbst Servos sind bereits im Modell eingebaut, sowie eine Beleuchtungsanlage und Einziehfahrwerk mit Bremse und Speedbreaks.

Der werksseitig verbaute Stromcontroller wurde ersetzt gegen bewährte Technik "Made in Germany" by Powerbox Systems. Zum Einsatz kommt eine Powerbox Mercury SRS mit GPS-2 Modul zur Kreiselstabilisierung. Das tut gerade den sehr leichten Foammodellen bei Wind sehr gut und verleiht dem Modell die Eigenschaften eines "Großen" Modells. Als Akkus kommen 2x 2s Emcotec LiION Zellen zum Einsatz. Da die Servos der Klappen der L-39 nicht HV-fähig sind läuft die Mercury in 5,9V (LV). Der Fahrwerkscontroller der Bremse (elektrisch) erfordert jedoch eine Spannung von mind. 7,0V um ordnungsgemäß zu arbeiten. Bei 5,9V zieht leider nur die Bremse einseitig und nur gering. Deshalb wird der Fahrwerkskontroller per 2. Anschlußkabel mit der Direktspannung von 7,2V Nennspannung der Akkus versorgt.

Als Turbinenakku war ebenfalls ein 2s Liion von Emcotec vorgesehen, aber dazu später mehr.

   

  Die technische Daten der L39:

  • Spannweite: 1450 mm
  • Länge: 1850 mmL39erstflug.jpg
  • Abfluggewicht: ca. 8,2kg
  • Servos: 7x 25g Servos, 5x 12g Servos
  • Einziehfahrwerk: elektrisch mit Bremse
  • Hauttank: 1,6 Liter
  • Hoppertank: 120 ml

Die Turbine hat folgende techn. Daten:

  • Schub: 70N at 172.000 RPM
  • Standschub: 2.8N (<1lb)
  • Leerlauf RPM: 50,000
  • Durchmesser: 75mm, Länge: 185mm
  • Gewicht Triebwerk: 676g
  • komplettes Gewicht: 832g
  • Treibstoff: Kerosin/Diesel + 4% oil
  • Treibstoffverbrauch: 200g/min bei 70N; 155g/min bei 50N;109g/min bei 30N
  • Start-Mode: automatischer Kerosin-Starter

Als Turbine kommt eine Jets Munt M70XBL zum Einsatz. Und da sind wir auch schon beim Desaster der ganzen Sache angekommen. Das erste Modell der L39 brannte im Sommer 2020 beim Start der Turbine komplett aus. Hier kamen wohl mehrere Umstände zum Tragen. Ich verwende bislang immer Original Kerosin mit Jautsch Turbinenöl. Leider verträgt die Turbine dieses Öl ganz und garnicht.

Die Vorgeschichte:

Bei den ersten Startversuchen der Turbine im Modell kam es immer wieder zu abrupten Startabbrüchen. Kaum ein Lauf konnte erfolgreich gestartet werden. Das ganze wurde dann so schlimm das die Turbine zwar hochlief aber sich dann nicht mehr regeln lies. Sie war wie statisch fest. Kurz darauf war auch keine Telemetrie der Turbine mehr auf dem Senderdisplay erkennbar und die Turbine ging aus. Weitere Startversuche unmöglich. Keine Verbindung mehr zur ECU. Also Turbine zum Service eingesendet über Final Modellbau. Urteil: Turbien innen total verklebt mit Öl und die Anschlußstecker durch Hitze / Brandeinwirkung beschädigt. Die Turbine wurde repariert gegen Unkosten. Nach der Rücksendung probierte ich diese einen Testlauf vor der Werkstatt aus. Alles ok. Also zum Flugplatz. Am Platz ging die Turbine trotz allem dann erst beim 2. oder 3. Startversuch an. Aber sie lief. Ich konnte dann insgesamt 4 Flüge absolvieren. Problemloser Erstflug. Ein paar Tage später ein neuer Anlauf und Flugversuch. Doch direkt beim ersten Start lief die Turbine nicht richtig hoch, blieb irgendwo in der Startsequenz hängen. Die Drehzahl stieg nicht weiter, aber es wurde weiter eingespritzt. Ich hatte aber keine Kontrolle mehr über die Turbine. Wieder statisch fest. Und eh ich das alles (geht ja sehr fix) realisierte fing das Heck Feuer. Was das bei einem Schaummodell macht kann sich jeder vorstellen. Trotz Feuerlöscher keine Chance zu löschen. Ich riss den Turbinenakku raus, aber das war schon längst zu spät. Das Resultat, ein Totalschaden incl. aller elektr. Komponenten im Inneren.

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Danach war ich echt sauer. Beim Service von Jets Munt stellte man natürlich einen Brand fest. Wieer waren alle Kabel, diesmal aber auch noch ECU und Pumpe defekt, weil alles weggebrannt war. Als Ergebniss und im Trail % Error Ausschlußverfahren gingen wir vor. Ursache des ganzen war und ist das Turbinenöl der Fa. Jautsch. Es ist nicht verträglich mit den Turbinen von Jets Munt. Ich habe einen Testlauf mit Jetcat-Öl, einen mit Kingtech-Öl und zuletzt mit Jautsch-Öl durchgeführt. Nur bei letzteren spuckte die Turbine bei Start oder ging garnicht an. Gleiches bei einer Jetcat P-130RX. Wohingegen in meinen großen Turbinen von FrankTurbine das JautschÖl seit Jahren problemlos funktioniert. Das Zweite was geändert wurde ist der Startakku. Wir setzen jetzt einen 3s Life Akku ein, der eine höhere Spannung ausgibt. Zudem wurde die Spannung der Kerze der Turbine erhöht, das es beim Start nicht zur "Verpuffung" kommt und die Flamme ausgeht. Startabbruch. Die Gesamtsumme der Dinge wurde am Prüfstand mehrfach geprüft und getestet. Alles läuft damit jetzt super und auch tadellos. Die Turbine hat eine sehr schnelle und saubere Gasannahme.

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Leider konnte im Spätherbst nur noch 1 Testflug mit dem neuen Modell absolviert werden. Hoffen wir auf die Saison 2021 und bessere Bedingungen.

An dieser Stelle nochmal einen Dank für den tollen Support und die Abwicklung des Service bei Final-Modellbau.


Video vom Erstflug der 2. Maschine: